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Chronik und Werdegang...

...des „Zentrums für konduktive Förderung“ und des Vereins „FortSchritt im Revier e.V.“

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Wie alles begann….

Wie alles begann….

Udo Fischer - Geschäftsführer des Zentrum für Konduktive Förderung in Oberhausen
Udo Fischer - Geschäftsführer des Zentrums für Konduktive Förderung in Oberhausen

Im  Juli  1995  haben  Ute und Udo Fischer gemeinsam  mit  anderen  Familien  mit  behinderten  Kindern  den „ Fortschritt im Revier e.V.“ gegründet. Kennen gelernt haben sich die Familien alle in Budapest, als sie sich dort in regelmäßigen Abständen für mehrere Wochen aufhielten, um ihre Kinder im dortigen „Petö - Institut“ konduktiv förderungren zu lassen.

Da es sich meist nur sehr schwer organisieren ließ, mehrmals im Jahr für mehrere Monate mit dem behinderten Kind nach Ungarn zu reisen und trotzdem dem Rest der Familie gerecht zu werden, wurde schon bei der Vereinsgründung in die Satzung mit aufgenommen, dass es das oberstes Ziel ist, den Kindern auch in unmittelbarer Nähe die so erfolgreiche Petö - Methode anzubieten.

Bereits zwei Monate nach der Vereinsgründung wurde der erste Kontakt zu Dr. Raymund Pothmann, dem damaligen Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums im Ev. Krankenhaus Oberhausen (EKO) hergestellt. In Dr.Pothmann fand man einen großen Befürworter der Petö - Methode, der spontan dazu bereit war, unseren Verein  in seinem Vorhaben zu unterstützen. Und da durch Zufall unweit des EKO ein Haus zum Verkauf angeboten wurde, nahm alles eine rasante Entwicklung.

Auch sein Nachfolger, Dr. Joachim Opp, Chefarzt des SPZ (siehe auch http://eko.de/fachabteilungen/sozialpaediatrisches-zentrum.html ) engagiert sich in hohem Ausmaß für die Etablierung der konduktiven Förerung.

In Eigenregie entstand durch das großartige Engagement der Eltern in kürzester Zeit ein komplettes Förderzentrum - das „Zentrum für konduktive Förderung“

Bereits zum 17. Februar 1997 konnte der dauerhafte Betrieb des Zentrums aufgenommen werden. Seit dem 01.03.2000 sind wir Kooperationspartner des SPZ am EKO, wodurch alle unsere Kinder/Patienten rundum durch Dr. med. Joachim Opp (Sozialpädiater und Chefarzt des SPZ im EKO) ärztlich versorgt sind. Aus dieser Zusammenarbeit ergab sich eine weitere Kooperation zwischen Dr. Opp undDr. med. Karl-Joachim Ellerich, einem Orthopäden aus Erftstadt, sowie Herrn Lamers vom Sanitätshaus Luttermann in Essen und unserer Konduktorin Elisabeth Deidda - Tökei. Durch diese Zusammenarbeit werden unsere Kinder und auch die Kinder des SPZ umfangreich untersucht und orthopädisch beraten und wenn nötig direkt versorgt. Solche umfangreichen Untersuchungen finden einmal im Quartal statt.

Lag der Schwerpunkt in den ersten Jahren noch eher auf der Förderung von Kindergarten- und Schulkindern, kamen schnell Jugendliche und junge Erwachsenen dazu und seit einigen Jahren bieten wir eine „Komplexförderung“ für Patienten z.B. nach Schlaganfall, mit Multipler Sklerose, Parkinson oder Schädel-Hirn-Trauma an.

Da sich der dauerhafte Betrieb des Zentrums nur sehr schwer nebenbei organisieren ließ, hat Udo Fischer Anfang 1998 seinen Beruf an den Nagel gehängt, um sich von nun an voll und ganz der Organisation und dem Alltag des Förderzentrums widmen zu können.

Da die konduktive Förderung immer mehr Befürworter bekam und sich immer mehr Eltern diese förderung für ihr Kind wünschten, es sich aber oftmals von weiteren FortSchritt - Vereinen nicht so leicht realisieren ließ, die förderung ebenfalls vor Ort anzubieten, ist das Oberhausener Zentrum eingesprungen und hat 2006 eigens eine Konduktorin eingestellt, die in einem „Rotationsverfahren“ die Ortsvereine Münster, Osnabrück und Hannover tageweise versorgen sollte. Leider waren wir nur an zwei Tagen pro Woche in Osnabrück, wodurch es aber möglich war, unsere Konduktorin auch beim Ortsverein Düsseldorf einzusetzen, als man dort vorübergehend keine Konduktorin hatte.

In den Jahren 2005 bis 2009 hatte Udo Fischer den 1.Vorsitz des BKF - Bundesverband Konduktive Förderung e.V. - (ehem. FortSchritt Bundesverband e.V.) inne. Sein oberstes Ziel war es, die vielen einzelnen FortSchritt - Vereine, die es inzwischen bundesweit gab, enger aneinander zu binden. Er war fest davon überzeugt, dass man die Verbreitung und Etablierung der konduktiven Förderung nur gemeinsam erfolgreich schaffen kann.

Hierzu entstand ein Thesenpapier, dass auch auf der Webseite des „Zentrum für konduktive Förderung“ heruntergeladen werden kann.

Seit nunmehr 20 Jahren werden regelmäßig zwischen 35 und 40 Kinder im Zentrum für konduktive Förderung1-2 mal die Woche für drei Stunden konduktiv gefördert. Zusätzlich werden monatlich ca. 8 - 10 Kinder in sogenannten BlockFörderungen über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen täglich sechs Stunden gefördert. Die Familien kommen aus ganz Deutschland, sowie auch aus dem benachbarten Europa, wie z.B. Holland und Belgien.

Nach wie vor sind wir eines der wenigen Häuser, die sehr erfolgreich mit einem SPZ zusammenarbeiten und umso mehr sind wir stolz darauf, heute auf schon 20 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückschauen zu können.